Thailand - Bibliothek für Mae La Klo
Thailand gehört heute zu einem der wirtschaftlich aufstrebenden Volkswirt-schaften in Südostasien. Obwohl das BIP und das Pro-Kopf-Einkommen stetig steigen, leiden immer noch weite Teile der Bevölkerung unter Armut. Gerade die ethnischen Minderheiten im Norden des Landes profitieren kaum von dem Wirtschaftswachstum im Süden des Landes, in der Region rund um Bangkok. Im Nordwesten des Landes kommt zur ländlichen Armut die politische Situation zum Nachbarland Burma/Myanmar hinzu. Hier an der Grenze lebt das Volk der Karen. Ihre Zahl wird in etwa auf 5 Mio. geschätzt, der größte Teil davon lebt in Burma/Myanmar.
Burma/Myanmar gehört heute zu den 51 „Least Developed Countries“, sprich den am wenigsten entwickelten Entwicklungsländern dieser Welt.
Seit 1988 regiert in Myanmar einer Militärjunta, welche die offiziellen demokratischen Wahlen von 1990 nie anerkannt hat. Alle Staaten und Divisionen werden von Militär-kommandeuren regiert und verwaltet.
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Die Auswirkungen von fehlender Demokratie auf eine nachhaltige Entwicklung und damit auf die Volkswirtschaft sind gravierend.
Seit vielen Jahren gibt es kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und den von der Regierung so bezeichneten „Rebellengruppen“. Vor allem die Karen kämpfen noch immer gegen die Diktatur an. Im Zuge dieses Konfliktes leidet vor allem die Zivilbevölkerung.
Viele Dörfer der Karen wurden von dem burmesischen Militär zerstört oder verwüstet. Vielen Menschen wurde durch die „zermürbende“ Kriegsführung der Militärjunta die nötige Grundlage zum Überleben entzogen. Große Bevölkerungsteile des Landes wurden so gezwungen, an die Grenze zu Thailand zu flüchten. Dort leben sie in großer Zahl in „Flüchtlingslagern“ oder bei Verwandten entlang der Grenze.
Mehr Informationen unter buildungswerk.org
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